Elke Papenberg sprach
vor Mitgliedern des Freundeskreises Emsland
Mit der steigenden
Lebenserwartung der Bevölkerung gewinnt auch das Thema Sucht im Alter immer mehr
an Bedeutung. Zu diesem Thema und den daraus resultierenden Problemen sprach
Elke Papenberg auf der Mitgliederversammlung des Freundeskreises Emsland.
Der diesjährige
Familientag führte die Mitglieder des Freundeskreises Emsland e.V. mit dem Bus
nach Osnabrück.
Bei herrlichem Wetter stand ein Besuch des Zoos auf dem Plan. Ob Groß oder
Klein, alle waren begeistert von den Attraktivitäten des Zoos.
Der Tag verging im Fluge bis zum abschließenden Kaffee und Kuchen in dem
Langgasthof Els in Handrup.
Die Meppener Gruppen haben diese Fahrt organisiert.
Wenn Alkohol in der Jugendszene „in“ ist!!!
"Ein Beitrag der
Frauengruppe"
Jugendalkoholismus
findet man kaum in einer Statistik. In der Bundesrepublik Deutschland trinken
jedes Jahr 750.000 Menschen zum ersten Mal Alkohol. Für ca. 10% kann dies der
Beginn einer Alkoholkarriere sein.
Die Pubertät ist die schwierige Lebensphase, in der der junge Mensch seine
Persönlichkeit herausbildet. Das diese Zeit Konflikte und Krisen beinhaltet,
liegt in der Natur. Oftmals werden Alkohol und Drogen als vermeintliche
Problemlöser ausprobiert. Alkohol wirkt enthemmend, entspannend und hilft,
mangelndes Selbstbewusstsein zu überspielen. In vielen Cliquen gilt
Alkoholkonsum als Zeichen von Stärke, der Gruppenzwang fordert auf zum
mittrinken....
Ansprechpartner
Frauengruppe: Marlies Schrant Tel. 05961/5514 – Annette Markus Tel. 05961/6705 –
oder
Gemische Gruppe Dohren:
Heinz Schüring Tel. 05962/1376
Familienausflug
2009
Der
Familienausflug
2009
führte
die
Mitglieder
der
Freundeskreisgruppen
diesmal
nach
Ostfriesland
.
Mit dem
Bus ging
es vom
Emsland
aus nach
Ditzum.
Ein
verträumtes
Fischerdorf
an der
Ems.
Unter
der
sachkundigen
Führung
des
Ehrenmitgliedes
des
Landesverbandes
Jonny
Duin
wurde
der Ort
besichtig
und
anschließend
ordentlich
- wie es
sich in
Ditzum
gehört -
...
Der Ärztekammerpräsident Jörg-Dietrich Hoppe
hat die Ankündigung der Drogenbeauftragten Sabine Bätzing (SPD) begrüßt, bis zum
Jahresende ein nationales Aktionsprogramm zur Alkoholprävention vorzulegen.
wurde mit dem Sonderpreis für
vorbildliche Gesundheitsförderung ausgezeichnet.
Forscher entwöhnen Ratten
Mit einer körpereigenen Substanz lässt sich bei Ratten
innerhalb weniger Minuten das Verlangen nach Alkohol stoppen. Sie bremst nicht
nur die akute Lust auf die Droge, sondern verhindert auch Rückfälle nach
längerer Alkoholabstinenz. Daraus soll nun eine Therapie für den Menschen
werden.
Das berichten US-Forscher in den „Proceedings“ der
US-Akademie der Wissenschaften. Da der Alkoholsucht bei Ratten und Menschen
ähnliche Prozesse zugrunde liegen, hoffen die Forscher, nun eine Therapie gegen
Alkoholismus entwickeln zu können.
Zu den
Arbeitsfeldern der Suchtkrankenhilfe und Suchtprävention gibt es eine Fülle von
Infomaterial.
Hier finden
Sie eine kleine Auswahl der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen
(DHS) und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
(BzgA) Diese und viele weitere Broschüren stehen Ihnen als kostenlose
pdf-Datein zur Verfügung.
Die Deutsche Hauptstelle für
Suchtgefahren hat ihre Literaturliste wieder einmal aktualisiert. Die
umfangreiche Literatur der Bibliothek können Sie auch online anschauen.
Neujahrsempfang 2012 des
Freundeskreises Emsland e.V.
Die
Freundeskreise leisten einen wichtigen Beitrag in
der Unterstützung von suchtkranken Menschen. Das war
der einmütige Tenor bei den Grußworten anlässlich
des Neujahrsempfanges, zu dem der Freundeskreis
Emsland in das Kreishaus in Meppen eingeladen hatte.
Geschäftsführer Alfred Hinrichs konnte zahlreiche
Vertreter aus Politik, Kirchen und sozialen
Einrichtungen wie Diakonie und Caritas begrüßen.
Sein Dank galt dem Landkreis Emsland, der die
Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt hatte, dem
Organisatorenteam sowie allen, die die Arbeit des
Freundeskreises unterstützt haben. Verstärkt
Aufmerksamkeit schenken will der Freundeskreis dem
Thema „Sucht im Alter“ und Angebote an die
entsprechenden Einrichtungen unterbreiten. ...
Regionalleitertagung vom 28.-30.10. 2011 in Goslar
Der
Regionalleiter Josef Knuck und sein Vertreter Alfred
Hinrichs nahmen an der Reginalleitertagung der
insgesamt 8 Regionen des Landesverbandes
Niedersachsen in Goslar teil.
Das
Treffen findet jährlich am letzten Wochenende im
Oktober statt. Auf der Tagesordnung standen aktuelle
Themen aus dem Landesverband wobei der Schwerpunkt
auf die Positionierung der Freundeskreise lag.
Gemeinsam wurde über das Leitbild des
Freundeskreises diskutiert und anschließend
verabschiedet. Das
Leitbild ist auf der
Internetseite des Bundesverbandes zu finden.
Grundsatz in der Freundeskreisarbeit ist der Mensch,
der in unsere Gruppen kommt und unsere Hilfe sucht.
Dieser Mensch steht im Vordergrund. Ihm bringen wir
unsere unbedingte Wertschöpfung entgegen und
gemeinsam arbeiten wir an der Hilfe zur Selbsthilfe,
so Rolf Schmidt unser Bundesvorsitzender in der
Broschüre "Sucht und Familie".
Entsprechende Tagesseminare werden vom Landesverband
in den Regionen im nächsten Jahr angeboten.
Darum ist es erforderlich, sich immer wieder auf den
Weg zu machen, wie es auch auf den beiden Bildern
der vorgenannten Teilnehmer zu sehen ist.
Ein
Bericht von Josef Knuck
„ Zum
Wohl“
Ein
beliebter Trinkspruch bei vielen Gelegenheiten.
Nicht nur bei Festlichkeiten, sondern im normalen
Alltag wird der Alkohol mit einbezogen und quasi als
Lebensmittel konsumiert. Den Sekt zum Frühstück, das
Bier zum Frühschoppen, der Verdauungsschnaps nach
einem guten Essen (dies ist übrigens eine Täuschung,
denn Alkohol stoppt die Fettverbrennung), den Likör
zum Nachmittagskaffee u .s. w. Mit diesen
Gewohnheiten wachsen unsere Kinder und jungen
Erwachsenen auf.
Auch in den Medien werden viele Stars nicht gerade
als Vorbilder beim Thema Alkohol und Drogen
dargestellt. Das „Vorglühen“ vor dem Aufbruch zur
Disco und Jugendfesten ist immer noch in. Es muss
immer ein bestimmter Alkoholpegel erreicht werden,
sonst kommt keine Stimmung auf.
Schade, der Trinkspruch „Zum Wohl“ sollte ERNST
genommen werden, denn nicht für Jeden ist er zum
WOHL!
Ein Bericht von Marlies Schrant (Frauengruppe),
Nicht nur in der Disco, auch auf privaten Partys
wird zuviel Alkohol getrunken. Der neue Kinospot der
BZgA „Hausparty“ zeigt Auswirkungen übermäßigen
Alkoholkonsums.
Für
Jan, Marie und Lukas endet die Party in einer
persönlichen Katastrophe. Sie verlieren die
Kontrolle und riskieren weit mehr als ein schlechtes
Image. Die Botschaft „Alkohol macht mehr kaputt, als
du denkst.“, bewahrheitet sich auch hier
Der
Familientag 2011
führte die Mitglieder des Freundeskreises Emsland
nach Holland
Bei
strahlendem Sonnenschein ging es per Bus in nach
Giethoorn, das „Grüne Venedig“ von Holland. Neben
einer Bootsrundfahrt durch die märchenhaften
Grachten mit den zahlreichen Holzbrücken, vorbei an
Reet gedeckten Häusern, bestand anschließend noch
genügend Zeit, einen Rundgang durch das idyllische
Dorf zu unternehmen. Der Reiz der umgebenden
Landschaft rundet das Bild ab. Auch für das
leibliche Wohl war gesorgt. Viele ließen sich die
traditionellen „Pannekoeken“ schmecken. Abschluss
fand der Ausflug im Heimathaus Oberlangen, wo bei
Kaffe und selbstgebackenem Brot der Tag in
gemütlicher Atmosphäre ausklingen konnte. Alle
Teilnehmer waren rundum zu frieden.
professionelle Hip Hopper nimmt gemeinsam mit
Lengerichern selbst kreierten Song auf und steht mit
Rat und Tat zur Seite.
Ahmet
und Massari haben im Tonstudio des Jugendzentrums
einen Rap zum verantwortungsvollen Umgang mit
Alkohol aufgenommen. Lengerich - Es ist 14 Uhr, zwei
Jugendliche - Ahmet Ölugi (17) und Massari Zenulah
(16) - sind im Tonstudio des Jugendzentrums
Lengerich und nehmen konzentriert einen Hip Hop Song
zum Thema Alkohol auf. Anlass dafür ist ein
kreisweiter Wettbewerb. Unterstützt werden die
beiden Jugendlichen von Moritz Schefers (26), der
professionelle Hip Hopper nimmt gemeinsam mit den
Lengerichern den selbst kreierten Song auf und steht
mit Rat und Tat zur Seite.
Bei den Aufnahmen kommen die Zwei ins schwitzen und
man spürt ihre Emotionen und sieht die Leidenschaft
am rappen. Beide Jugendlichen rappen seit einigen
Jahren und fühlen sich wohl dabei. Gemeinsam haben
sie noch nie gerappt. Schnell haben sie sich
aufeinander abgestimmt.
Ihre Botschaft lautet: „Wer angefangen hat zu
trinken, soll damit aufhören und sich professionelle
Hilfe suchen. Die, die es bis jetzt gelassen haben
zu trinken, sollen damit auch gar nicht erst
anfangen.“
Sie wollen mit ihrem Song nach eigenen Angaben
Jugendliche überzeugen, dass früher und übermäßiger
Alkoholkonsum schlecht ist - nicht nur für die
Gesundheit, sondern auch für das soziale Umfeld. Die
beiden Jungs halten selber nichts von Alkohol und
trinken keinen. Genau deshalb wollen sie andere
Jugendliche davon abhalten und mit gutem Beispiel
vorangehen. In ihrem Freundeskreis ist Alkohol kein
Thema. Für beide ist es selbstverständlich nicht zu
trinken und sie sagen auch ganz klar, „Alkohol ist
nichts für Jugendliche“.
Aufgrund ihrer Einstellung zum Thema Alkohol fiel es
den beiden nicht schwer, einen Song zu schreiben.
Innerhalb einer halben Stunde hatten sie den Song
auf dem Papier. Die Entwicklung des Liedes hat den
beiden Jungs noch einmal gezeigt, dass sie recht mit
ihrer Meinung haben.
Durch die Auseinandersetzung mit dem Thema haben sie
mehr Infos über die Auswirkung von Alkohol erhalten.
Der Song richtet sich besonders an Jugendliche, die
schon angefangen haben zu trinken, sowie an alle,
die noch keinen Kontakt zu Alkohol hatten und es
auch besser sein lassen sollten.
Alkohol und harte Drogen - Kann ich mein Kind
schützen?
Ein Beitrag zur
Suchtwoche Emsland
v.
21.05. - 29.05.2011
Niemand
wird es schaffen, sein Kind 24 Stunden, 365 Tage im
Jahr zu überwachen, glücklicherweise, denn
Überwachung bewirkt oft das Gegenteil, was sich
Eltern durch ihr Verhalten erhoffen. Ein normaler
Umgang mit Alkohol zu bestimmten Feierlichkeiten
gehört zu den Entwicklungsphasen.
Es
gibt immer Situationen wo Kinder und Jugendliche mit
Drogen in Kontakt kommen. Jugendliche testen ihre
Grenzen, auch bei Suchtmitteln. Häufig wird das „
Über-die-Stränge-schlagen“ mit Alkohol ausprobiert,
manchmal kommen auch andere Substanzen wie Cannabis
oder Amphetamine zum Einsatz.
Der
Konsum von Alkohol und Drogen findet häufig im
Freundeskreis statt und gehört schnell zum Alltag.
Es werden Gelegenheiten zum Trinken oder
anderweitigem Konsumieren gesucht: als Belohnung,
aus Frust, Ärger, um dazuzugehören usw. Bei einem
hohen vermehrten Suchtmittelkonsum treten verstärkt
folgende körperliche Alarmzeichen auf: gerötete
Augen, starkes Schwitzen, verlangsamtes Sprechen,
vergrößerte oder verkleinerte Pupillen, unsichere
Bewegungen, Appetitlosigkeit.
Diese Alarmzeichen sollten ernst genommen werden.
Sie können sich bei Fragen an die Fachambulanz Sucht
der Caritas(05931/886380) und des Diakonischen
Werkes (05931/98150) wenden, ebenso an die
Selbsthilfegruppen: Frauengruppe Marlies Schrant
05961/5514, Annette Markus 05961/6705, Gemischte
Gruppe Heinz Schüring 05962/1376
Alles O.K.
mit Alkohol?
Informationen, Tests und
Tipps zum Trinkverhalten
Die Broschüre „Alles O.K.
mit Alkohol? Informationen,
Tests und Tipps zum
Trinkverhalten“ bietet allen
riskant Alkohol
konsumierenden Männern und
Frauen die Möglichkeit, die
Risiken des persönlichen
Alkoholkonsums selbst
einzuschätzen und zu
verändern. Zentraler Inhalt
sind die 5 Phasen der
Änderung des individuellen
Konsumverhaltens.
Angesprochen werden alle,
die Alkohol trinken. Die
DIN-A5- Broschüre (52
Seiten) gibt die DHS
gemeinsam mit der BARMER GEK
heraus.
Eine tragende Säule in der Versorgung suchtkranker
Menschen
Als
Selbsthilfeeinrichtung ist der Freundeskreis Emsland
eine tragende Säule in der Versorgung suchtkranker
Menschen. Auf der Mitgliederversammlung im
Gemeindehaus der Gustav Adolf Kirche in Meppen
begründete Geschäftsführer Alfred Hinrichs diese
Aussage mit der langjährigen Erfahrung der Helfer
für Hilfesuchende.
Eine immer
größere Bedeutung erhalte die Arbeit mit älteren
Menschen, die mit Suchtproblemen zu kämpfen haben.
Erste Schritte in dieser Richtung habe der
Freundeskreis in den letzten Jahren unternommen.
Diese gelte es jetzt weiter zu entwickeln und zu
fördern. „Auch im Alter suchtfrei zu leben, ist eine
lohnende Sache“.
Dennoch
sieht sich auch der Freundeskreis Emsland mit der
Tatsache konfrontiert, dass es in allen Gruppen
einen relativ hohen Altersdurchschnitt gibt. „Es
fehlt die Nachfolgegeneration.“ Dies hat nach
Aussage des Geschäftsführers auch die Teilnahme an
der Delegiertenversammlung des Landesverbandes
deutlich gemacht
Ein
Highlight im Vereinsleben des letzten Jahres war die
Ausrichtung des Landestreffens der Freundeskreise im
Kossehof in Meppen. Mit einem eigenen Infostand war
der Freundeskreis Emsland bei den Gesundheitstagen
präsent. Im Rahmen der Aus- und Weiterbildung wurden
10 Gruppensprecherseminare und 2 LEB Seminare
durchgeführt. Zusammenarbeit besteht mit der
Kontakt- und Beratungsstelle (KoBS) und der
Diakonie. Großen Anklang finden auch die
Internetseiten. Hier müsse man auch weiterhin
aktuell bleiben.
Ohne die
Selbsthilfegruppen ist in unserer Gesellschaft heute
vieles nicht möglich. Sie sind eine starke
Solidargemeinschaft. Diese Tatsache wurde beim
Neujahrsempfang des Freundeskreises Emsland im
Kreishaus Meppen in den Grußworten deutlich gemacht.
Geschäftsführer Alfred Hinrichs konnte zahlreiche
Vertreter aus Politik, Kirchen und sozialen
Einrichtungen wie Diakonie und Caritas begrüßen. Er
richtete auch die Grüße des erkrankten Vorsitzenden
Hanfried Steffens aus. Sein Dank galt dem Landkreis
Emsland, der die Räumlichkeiten zur Verfügung
stellte, dem Organisatorenteam sowie allen, die die
Arbeit des Freundeskreises unterstützt haben.
„Sie
leisten Enormes“ würdigte zunächst Meppens
stellvertretender Bürgermeister Gerd Gels die Arbeit
des Freundeskreises Emsland.
Alkoholmissbrauch um 166 Prozent rauf
Depressionen und Angstattacken
Im aktuellen
Weißbuch der Krankenkasse KKH-Allianz, dass in
Zusammenarbeit mit der medizinischen Hochschule Hannover
erstellt wurde, wird eine zunehmend beunruhigende
Entwicklung deutlich. Ganz offensichtlich steigt bei jungen
Menschen zwischen 12- und 21 Jahren nicht nur der
Alkoholkonsum dramatisch an, sondern auch das Krankheitsbild
der „psychischen Störungen“ treten bei Personen der
genannten Altersklasse immer häufiger auf.
Nach der Sichtung und Auswertung von rund 200.000
Krankenakten kommen die Forscher zu dem Schluss, dass sich
Alkoholsucht und psychische Fehlentwicklungen zu wahren
Volkskrankheiten der 12 bis 21-jährigen
entwickeln. Für die Studien wurden die Krankheitsverläufe
-und Geschichten von Jugendlichen und jungen Erwachsenen
zusammengetragen.
Nach
deren Auswertung verzeichnete der Alkoholmissbrauch in den
Jahren 2000-2008 einen Anstieg von 166 Prozent. Dabei
verdreifachten sich die gesundheitsgefährdenden
Alkohlvorfälle der 17 bis 21-jährigen.
Doch damit
nicht genug, denn die betroffene Altersgruppe wird von
weiteren ernstzunehmenden Problemen geplagt. So leiden immer
mehr auch an psychischen Problemen, was wiederum zur Folge
hat, dass sich im Schnitt mindestens jeder sechste gegen
Belastungsdruck, Depressionen und Angstattacken behandeln
lässt.
Irreparabler,
körperlicher und geistiger Zerfall
Da sich dieser
gefährliche Trend weiterhin völlig ungebremst fortsetzt,
sollte man die Problematik nicht herunterspielen, sondern
unbedingt im Auge behalten. Außerdem ist bei den Ergebnissen
der Studie zu beachten, dass dort nur Fälle eingeflossen
sind, die der Krankenkasse auch bekannt waren. Somit dürfte
die Dunkelziffer noch um einiges höher liegen und die
Alarmglocken deutlich lauter schrillen lassen.
Vielleicht sollten sich die Jugendlichen und jungen
Erwachsenen schon sehr schnell darüber klar werden, dass
Komasaufen und Co. nicht so cool ist wie sie vielleicht
meinen. Die wahren Folgen werden sie nämlich erst Jahre
später, in Form von fast irreparablem, körperlichen und
geistigem Zerfall, zu spüren bekommen.
Landestreffen
der
Freundeskreise
am
21.August
2010 in
Meppen
Wesentliche
Säule
unseres
Gesundheitssystems
Auf dem
„Kossehof“
in
Meppen
fand das
diesjährige
Landestreffen
der
Freundeskreise
für
Suchtkrankenhilfe
statt.
Ausrichter
war der
Freundeskreis
Emsland
e.V.
Neben
den rund
160
Teilnehmern
hieß
Regionalvetreter
Josef
Knuck
auch
zahlreiche
Gäste
willkommen.
Die
Veranstaltung
begann
mit
einem
ökumenischen
Gottesdienst,
dem
Pastor
Krüger
von der
Gustav
Adolf
Gemeinde
sowie
Diakon Anton
Reinert
von der
Propsteigemeinde
vorstanden.
In
seiner
Predigt
machte
Diakon
Reinert
deutlich,
wenn man
sich
unter
den
Schutz
Gottes
stelle,
gehe es
darum,
in der
Welt
etwas zu
ändern.
Dies
gelte
auch für
den
Suchtbereich.
Wichtig
sei,
etwas
ganz
fest
verändern
zu
wollen
Musikalisch
begleitet
wurde
der
Gottesdienst
von
Michael
Potthast.
Die
Kollekte
am Ende
des
Gottesdienstes
ist für
die
Flutopfer
in
Pakistan
bestimmt.
Auf die
Veränderungen
seit
Gründung
des
Landesverbandes
vor 30
Jahren
und der
Gründung
des
Freundeskreises
Emsland
vor 35
Jahren
verwies
die
Landesvorsitzende
Elisabeth
Steger...
Anlässlich
der
Jahreshauptversammlung
2010
überreichte
der
Vorsitzende
Hanfried
Steffens
(im Bild
rechts)
dem
Pressevertreter
der
Meppener
Tagespost,
Heinz
Gerd
Stahl,
für
seine
über
20-jährige
Berichterstattung
über den
Freundeskreis
einen
Blumenstrauß
als Dank
und
Anerkennung.
Deine
Berichterstattung
lässt
keine
Wünsche
offen,
so der
Vorsitzende.
Du bist
in
deiner
Art ein
Teil des
Freundeskreises,
den wir
uns
nicht
mehr
wegdenken
können.
Wir alle
hoffen,
dass du
uns noch
lange
begleitest.
Mitgliederversammlung
2010
des
Freundeskreis
Emsland
e.V.
„Es
fehlt
die
Nachfolgegeneration.“
Der
relativ
hohe
Altersdurchschnitt
in den
einzelnen
Gruppen
war
eines
der
Themen,
mit
denen
sich der
Freundeskreis
Emsland
in der
Suchtkrankenhilfe
e. V.
auf
seiner
Mitgliederversammlung
in der
Schützenhalle
Vormeppen
beschäftigte.
„Es
fehlt
die
Nachfolgegeneration“
machte
Geschäftsführer
Alfred
Hinrichs
deutlich.
Dem
Problem
begegnen
will der
Freundeskreis
Emsland
mit
verstärkter
Öffentlichkeitsarbeit
aber
auch mit
Informationsveranstaltungen
in
Schulen
und
Vereinen.
Auch die
einzelnen
Gruppen
sollen
nach
neuen
Möglichkeiten
suchen,
wie man
neue
Wege
gehen
und neue
Ideen
entwickeln
kann.
Hilfreich
könne
dabei
sein,
verstärkt
Informationen
über die
Gruppenarbeit
auch im
Internet
zu
veröffentlichen....
Tag der
seelischen
Gesundheit
am 11.
April
2010– im
Kreishaus
Freundeskreis
Emsland
mit
neuem
Infostand
vertreten
„Neue
Wege
gehen!
Seelische
Erkrankungen
- kein
Tabuthema
mehr“,
unter
diesem
Motto
stand
der Tag
der
seelischen
Gesundheit,
der am
Sonntag,
11.
April,
im
Meppener
Kreishaus
veranstaltet
wurde.
Der
Sozialpsychiatrische
Verbund
des
Landkreises
Emsland
hatte
von 11
bis 18
Uhr zu
diesem
Aktionstag
eingeladen.
Die
Veranstaltung
soll mit
dem Tabu
brechen,
das die
seelische
Erkrankung
belegt:
In der
Öffentlichkeit
finden
psychische
Erkrankungen
so gut
wie gar
nicht
statt.
Angst
vor
Ausgrenzung
und
mangelnde
Information
verhindern
oft,
dass
Betroffene
gezielt
Hilfe in
Anspruch
nehmen.
Der
Freundeskreis
Emsland
war mit
dem
neuen
Infostand
vertreten.
Die
Veranstaltung
fand
wieder
regen
Zulauf,
was alle
Teilnehmer
positiv
bewerteten.
Gruppenaustausch...
Ein
ständiger
Gruppenaustausch
der
Twister
und
Harener
Gruppen
dienst
der
Festigung
der
Gruppen
untereinander.
Im März
09 fand,
bei
einem
gemütlichen
Spanferkelessen,
eine
Begegnung
in
Rütenbrock
statt.
30
Mitglieder
beider
Gruppen
ließen
es sich
munden
und
erlebten
einen
angenehmen
Abend
mit
regem
Gesprächsstoff.
Das
nächste
Treffen
findet
in Twist
statt.
Auch Freundeskreis bei den
Lingener Gesundheitstagen 2009
Bereits zum siebten Mal fand am 07. und 8. März 2009 in den Emslandhallen in
Lingen die Gesundheitsmesse "Gesund & Fit" statt. Über 100 Aussteller
informierten zu aktuellen Themen aus den Bereichen gesunde Ernährung, Sport,
Fitness, Wellness, klassische und alternative Medizin.
Auch der Freundeskreis war mit seinem
Infostand
präsent.
Viele der über 12.500 interessierten Besucher schauten auch
an unserem Pavillon, gegenüber der Bühne des Nordsee-Fernsehen, vorbei.
Neujahrsempfang des
Freundeskreises Emsland e.V. am
16. Januar 2008
von Heinz-Gerd Stahl
Zu
einem Neujahrsempfang hatte der
Freundeskreis Emsland für
Suchtkrankenhilfe e.V. in das
Jugend- und Kulturgästehaus in
Meppen eingeladen. Vorsitzender
Hanfried Steffens konnte dazu
neben den Mitgliedern auch
zahlreiche Vertreterinnen und
Vertreter der Kirchen, des
Landkreises Emsland der Stadt
Meppen, der politischen Parteien
sowie der Beratungsstellen
begrüßen.
Steffens nutzte die Gelegenheit
zu einem Dank an alle, „ die uns
im zurückliegenden Jahr
tatkräftig unterstützt haben.“
Der Freundeskreis beginne das
neue Jahr mit dem, womit er im
alten Jahr aufgehört habe, mit
der Hilfe für suchtkranke
Menschen. Durch Aufklärung wolle
man weiterhin auf den Missbrauch
von Suchtmitteln und die daraus
resultierenden Gefahren
hinweisen.
Das
Foto zeigt die Gäste zusammen
mit den
Vorstandsmitgliedern des
Freundeskreis
In
dem Jugend- und Kulturgästehaus
in Meppen fand eine erweiterte
Vorstandssitzung des
Landesverbandes der
Freundeskreise für
Suchtkrankenhilfe Niedersachsen
e.V. statt. Josef Knuck
Regionalbegleiter der hiesigen
Region und Alfred Hinrichs,
Geschäftsführer des
Freundeskreises Emsland e.V.
hießen die Anwesenden
willkommen.
Der
Landesverband ist aufgrund des
großen Bezirks -Niedersachsen-
gleich in acht Regionen
aufgeteilt. Die
Regionalbegleiter treffen sich
das zweite Mal, da dieses
Treffen des
Erfahrungsaustausches und der
Koordinierung der Zusammenarbeit
dienen.
Auf
der Tagesordnung standen
unter anderem die Vorbereitung
der Delegiertenversammlung 2009
in Neuenkirchen. Dort soll unter
anderem eine Satzungsänderung
beschlossen werden, die die Zahl
der Vorstandsmitglieder regelt.
Ferner galt es, die Seminare des
Landesverbandes und deren
Finanzierung zu beraten. „Uns
geht es finanziell sehr
schlecht“ machte der
Landesvorsitzende Hermann Mütz
deutlich. Die Gründe dafür seien
vielfältig. Unter anderem gebe
es weniger Geld von den
Krankenkassen. Außerdem müsse
ein großer Teil des Haushalts
vorfinanziert werden. Hermann
Mütz rief dazu auf, sparsam zu
haushalten.
Daddeln
ohne Ende:
Wer süchtig nach
Glücksspiel ist,
verbringt seine Zeit vor
Automaten.
Das
erste Mal war wie ein Urknall.
Martin* (Name geändert) steckte
in einer Meppener Kneipe fünf
Deutsche Mark in einen
Automaten, auf den fünf bunten
Drehscheiben blinkten fünf
Sonnen gleichzeitig, tack, tack,
tack, tack, tack. Musik lärmte
los, Geldstücke klimperten,
insgesamt 300 Mark polterten aus
dem Kasten. Heute weiß Martin:
Der Moment machte ihn süchtig,
sofort. Süchtig nach
Glücksspielen.
Damals war er 17 Jahre alt und
„ein ganz normaler junger Mann“,
wie er rückblickend sagt. „Ich
war offen, habe Fußball
gespielt, hatte Freunde.“ Martin
sitzt im Büro der Fachambulanz
für Suchtprävention und
Rehabilitation der Caritas in
Meppen. Mit seinem grünen
Sportpulli, der hellen
Stoffhose, den modisch gegeelten
Haaren und den schwarzen
Bartstoppeln sieht er nicht aus
wie jemand, der ein Problem
hatte, das sein Leben über den
Haufen warf.
Bis zu zwei Millionen Kinder und Jugendliche in
Deutschland sind betroffen: Kinder von Suchtkranken gelten als die übersehene
Gruppe im familiären Umfeld der Sucht.
Diese alarmierende Problematik stellte Dr.
Marius Houchangnia, Chefarzt der Psychiatrie des St.-Vinzenz-Krankenhauses in
Haselünne, jetzt bei einem Vortragsabend im Meppener Kreishaus vor. Etwa 60
Mitarbeiter aus Suchtselbsthilfegruppen im ganzen Emsland waren zu der von der
Kontakt- und Beratungsstelle für Selbsthilfegruppen organisierten Veranstaltung
gekommen, um sich über das Thema „Kinder aus suchtbelasteten Familien“ zu
informieren. „Bundesweit gibt es nur eine einzige Anlaufstelle, an die sich
Kinder und Jugendliche wenden können, das Kinder-Notruftelefon. Es ist also sehr
schwierig für diese Kinder, Hilfe zu holen. Selbst wenn es Stellen gäbe, an die
sie sich wenden könnten, wäre immer noch die Schamgrenze das Problem“,
erläuterte Houchangnia.
Gruppenbegleiter des Freundeskreis-Emsland informierten sich
Im Rahmen der ständigen Aus- und Weiterbildung
des hatte Freundeskreises Emsland e.V. zu seinem Gruppenbegleitertreffen am
25.06.08 einen Fachmann erster Klasse eingeladen. Dr. Marcus Weiß, erfahrener
Facharzt im Bereich der Suchtbehandlung des St. Vinzenz Krankenhaus Haselünne,
Abteilung Psychiatrie, war dieser Einladung nach eigenen Worten gerne gefolgt
und machte deutlich, wie wichtig ihm die Zusammenarbeit mit den
Selbsthilfegruppen im Emsland sei.
Er wies darauf hin, dass die Anbindung der
Suchtpatienten gerade im Rahmen der Nachsorge von außerordentlich großer
Bedeutung ist. Hier könne der Erkrankte unter Freunden und ebenfalls Betroffenen
zu einer stabilen und zufriedenen Abstinenz finden. Herr Dr. Weiß erklärte den
Gruppenbegleitern den „kurzen Weg“ eines Akut-Patienten in die Suchtklinik
Haselünne und versprach jegliche Unterstützung im Falle einer notwendigen
Einweisung.
Darüber hinaus erläuterte er die Gefahren, die
eine Alkoholentgiftung in den ersten Tagen, bei den Patienten auftreten können.
Krampfanfälle und Herzprobleme seinen während einer Entgiftung keine Seltenheit
und er riet aus diesen Gründen dringend von einem s.g. „kalten Entzug“ zuhause
ab.
Im Laufe des Abends konnten viele Fragen im
Zusammenhang mit der Suchterkrankung erörtert werden. Insgesamt ein sehr
informativer und interessanter Abend und Weiterbildung für alle
Gruppenbegleiter.
Als kleines Dankeschön der Teilnehmer übergab
Josef Knuck einen kleinen Blumenstrauß an Herrn Dr. Weiß, der, wie er sagte, in
dieser Runde gerne informiert habe und bei Bedarf auch gern mal wiederkommen
wolle.
Hans-Günter Wöhl
Integrierte
Versorgung am
St.Vinzenz-Hospital Haselünne
Wenn Alkohol zum
Problem wird, dann braucht man dringend Hilfe!
Mit der
Integrierten Versorgung des St. Vinzenz-Hospital wird eine aufeinander
abgestimmte und enge Zusammenarbeit bei der Behandlung von alkoholkranken
Menschen sicher gestellt.
Durch die
Vernetzung ambulanter und stationärer Angebote werden positive Resultate
in der Entzugsbehandlung erzielt.